Die Alpinschriftsteller Walther und Hermine Flaig, der Schwabe und die Vorarlbergerin, die in Schruns aufgewachsen und mit Richard Beitl in die Schule gegangen ist, gehörten dazu. Die Flaigs hatten „rund um den Rätikon" gelebt, in Gargellen, in Klosters, in Vaduz und endlich in Bludenz. Gemeinsam gaben sie viele unglaublich informative Führer heraus, die ganz Vorarlberg umfassen, und den „Alpenpark Montafon", der zugleich eine Heimatkunde der Talschaft darstellt. Neben zahlreichen anderen Schriften brachte Walther Flaig 1939 mit dem in immer neuen Auflagen erschienen „Silvrettabuch" eines seiner bedeutendsten Werke heraus. Weil darin von der Montafoner Besiedlungsgeschichte und den Rätoromanen die Rede ist, von denen zu sprechen im Großdeutschen Reich verpönt war, wurde es erst einmal von der NS-Gauleitung in Innsbruck verboten.

Auch Natalie Beer, die Bregenzerwälder Lyrikerin und Autorin so großer Romane wie „Jubel der Steine" und „Mathis der Maler", die das Schicksal der Bregenzerwälder Barockbaumeister und des Malers Mathias Grünewald zum Inhalt haben, hat eine geraume Weile im Madrisa gewohnt. Von hier aus hat sie für ihren Roman „lch suche den Menschen", der zum Teil im Montafon - in „Montiola" und „Suggadin" für Schruns und Gargellen - angesiedelt ist, recherchiert. Midy Rhomberg, die sich sehr für diese Arbeit interessiert hat, wurde darin als „Frau Julia" verewigt, desgleichen hat die Dichterin Dozent Albrich mit „Professor Rüdiger" ein Kränzlein gewunden.

Und dann war da noch Hedy Rothert, die aus dem Rheinland stammende Schriftstellerin, die zwanzig Jahre ihres Lebens in Gargellen verbracht hat und Midy Rhombergs beste Freundin war. Viele bezaubernd-amüsante Erzählungen voller Poesie, mit spezifischem Gargellner Lokalkolorit, hat sie verfaßt, darunter mit „Elfriede kam im Postpaket" die wohl bekannteste aus der Feder dieser so fantasie- wie geistreich schreibenden Frau.